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AWO Bezirksverband Niederrhein e.V. | Portrait

Julia Ferrer Symanzick

Empowerment im Praktikum

Frauen stärken und sich selbst weiterentwickeln – das geht auch im Praktikum beim AWO Lore-Agnes-Haus. Julia Ferrer Symanzick erzählt, wie das funktioniert:

„Meine erste Begegnung mit der AWO hatte ich vor gut 15 Jahren während meines Freiwilligen Sozialen Jahres in Berlin. Richtig angekommen bin ich bei der AWO aber erst jetzt – im Rahmen meines Anerkennungspraktikums für mein Studium der Sozialen Arbeit im Lore-Agnes-Haus (LAH) des AWO Bezirksverbands Niederrhein.

Die Arbeit dieser weit über die Grenzen des Niederrheins bekannten Anlaufstelle für alle Fragen rund um Sexualität, Familienplanung, Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch verfolge ich schon länger. Die Entscheidung für diese Einrichtung als Praktikumsort war bewusst. Zum einen interessiere ich mich für sexuelle Bildung und Beratung im Allgemeinen. Zum anderen stehe ich voll und ganz hinter den Werten der AWO und der Arbeit des LAH mit dem Ziel, Frauen zu stärken.

Die Stärkung der Selbstbestimmung von Frauen beginnt nicht erst bei der Schwangerschaftskonfliktberatung. Sie geht weit über die Unterstützung in schwierigen Situationen hinaus. Ebenso wichtig ist die präventive Arbeit mit Mädchen und Jungen, denen bereits als Schüler*innen fundiertes Wissen über Liebe, Beziehung und Sexualität vermittelt wird. Diese frühe sexuelle Bildung legt den Grundstein für informierte Entscheidungen und selbstbestimmtes Handeln. Sie hilft bei der Grenzsetzung in zwischenmenschlichen Beziehungen. Davon profitiert die gesamte Gesellschaft.

Auch wenn die grenzüberschreitenden, gewalttätigen und strafbaren Handlungen, die in der Beratungspraxis an uns herangetragen werden, einen persönlich belasten und es nicht immer leicht ist, mit unfairen oder belastenden Situationen umzugehen, habe ich mein Praktikum im LAH noch keine Sekunde bereut. Denn hier erfahre ich nicht nur persönlichen und professionellen Austausch mit den Kolleg*innen. Man unterstützt sich gegenseitig und findet immer ein offenes Ohr. Zudem gibt es ein engmaschiges Netz an Fortbildungen und Veranstaltungen, das mich nicht nur bei der beruflichen, sondern auch bei der persönlichen Weiterentwicklung unterstützt.

Ich kann ein Praktikum bei der AWO bzw. dem LAH daher nur wärmstens empfehlen. Die Arbeit hier hält einem den Spiegel vor, wie die Welt außerhalb der eigenen Bubble funktioniert. Die Konfrontation mit dieser Realität ist essenziell, um in der Sozialen Arbeit einen kleinen persönlichen Teil dazu beizutragen, die Welt gerechter, solidarischer und feministischer zu machen. Darum kann ich es mir auch gut vorstellen, nach meinem Praktikum weiter in der sexuellen oder politischen Bildung, Familien- oder Erziehungsberatung zu arbeiten.“

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Auf dem Bild sitzt eine Person mit nach vorne gerichtetem Oberkörper auf einer weißen Holzbank im Freien. Der Hintergrund besteht aus dichtem, kräftig grünem Buschwerk und Blättern, es wirkt wie ein Garten oder eine Parkanlage. Die Person trägt ein hellgraues Sweatshirt und hat längere, dunkle Haare, die teilweise nach hinten gebunden sind, oben mit einem auffälligen rosa Haargummi.