Armut bekämpfen, Bildungschancen verbessern, soziale Teilhabe ermöglichen und die soziale Infrastruktur langfristig sichern. Die Herausforderungen für Nordrhein-Westfalen sind vielfältig. Gleichzeitig verschärfen der Fachkräftemangel, der demografische Wandel, steigende Kosten, fehlender Wohnraum, die Digitalisierung, die Klimakrise und gesellschaftliche Polarisierung den Handlungsdruck.
Sozialpolitik ist eine zentrale Zukunftsfrage für Nordrhein-Westfalen, betont die Freie Wohlfahrtspflege NRW. Ihre Verbände, Einrichtungen und Dienste sind täglich nah an den Menschen und erleben unmittelbar, wo Unterstützung gebraucht wird und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind. Ob in Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, der Jugend- und Familienhilfe, der Eingliederungshilfe, der Wohnungslosen- und Suchthilfe oder der Integrationsarbeit: Eine verlässliche soziale Infrastruktur ist entscheidend, damit Menschen Unterstützung erhalten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Mit ihren Forderungen zur Landtagswahl 2027 benennt die Freie Wohlfahrtspflege NRW zentrale Handlungsbedarfe sowohl aus Sicht der Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, als auch aus Sicht der Träger sozialer Angebote.
Ziel ist ein Nordrhein-Westfalen, in dem soziale Rechte verlässlich umgesetzt werden und niemand aufgrund von Armut, Behinderung, Herkunft oder sonstigen Gründen von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen wird.
Die Freie Wohlfahrtspflege NRW macht deutlich, dass eine starke soziale Infrastruktur keine freiwillige Zusatzleistung ist, sondern eine grundlegende Voraussetzung für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Stabilität.
Investitionen in Bildung, Arbeit, Pflege, Wohnen, Gesundheit, Integration, Kinderschutz, Inklusion, Klimaschutz und Armutsbekämpfung stärken die gesamte Gesellschaft und helfen, soziale Probleme frühzeitig zu verhindern.
Eine wichtige Grundlage dafür ist das Subsidiaritätsprinzip. Es verbindet die öffentliche Verantwortung für die soziale Daseinsvorsorge mit der Erfahrung, Fachkompetenz und Gestaltungskraft der Freien Wohlfahrtspflege und weiterer zivilgesellschaftlicher Akteur*innen. Dieses partnerschaftliche Zusammenspiel gilt es zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Für die kommende Legislaturperiode fordert die Freie Wohlfahrtspflege NRW deshalb verlässliche Rahmenbedingungen für soziale Angebote, den Abbau unnötiger Bürokratie, wirksame Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und handlungsfähige Kommunen. Zugleich müssen die Expertise und die Praxiserfahrungen der freien Träger stärker in politische Entscheidungsprozesse einfließen.
Die einzelnen Positionen und Forderungen zur Landtagswahl 2027 sind hier abrufbar.
