Direkt zum Inhalt der Seite springen

AWO Bezirksverband Niederrhein e.V. | Detail

AWO Seniorenzentrum Kamp-Lintfort feiert 50 Jahre gelebte Gemeinschaft

Senioren, Pflege & Betreuung

In Kamp-Lintfort ist das AWO Seniorenzentrum Stadt Kamp-Lintfort mit einem Festakt 50 Jahre nach seiner Gründung gewürdigt worden. Nachdem Einrichtungsleiterin Sonja Heinrich das Fest mit einer Begrüßungsrede formal eröffnete, übernahm Kerstin Hartmann das Wort. In ihrer Rede betonte die Geschäftsführerin der AWO Seniorendienste gGmbH, Trägerin des Seniorenzentrums Stadt Kamp-Lintfort, die besondere historische Bedeutung der Einrichtung, die 1975 eröffnet und ein Jahr später in die Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt überging.

Kerstin Hartmann ordnete das Haus in den gesellschaftlichen Aufbruch der 1960er- und 1970er-Jahre ein. Allein in den 1970er-Jahren seien sechs der heute insgesamt 12 Seniorenzentren der AWO Seniorendienste Niederrhein entstanden, die Ausdruck des damaligen Anspruchs gewesen seien, älteren Menschen ein würdevolles Zuhause zu bieten. 

50 Jahre gelebte Gemeinschaft

Das Seniorenzentrum stehe heute für „50 Jahre gelebte Gemeinschaft, Fürsorge und Solidarität“. Über Generationen hinweg hätten Menschen hier nicht nur gewohnt, sondern ein Zuhause gefunden, das von Respekt, Geborgenheit und Miteinander geprägt sei. 

Besonderen Dank richtete die Geschäftsführung an die Mitarbeitenden, die das Haus über Jahrzehnte geprägt hätten. Ihr Engagement und ihre Menschlichkeit seien das Fundament des Erfolgs; auch Angehörige und Ehrenamtliche würdigte sie als unverzichtbaren Teil der Gemeinschaft. 

Das AWO Seniorenzentrum Stadt Kamp-Lintfort sei zudem Teil eines funktionierenden Netzwerks und stehe für ein modernes Verständnis von Pflege. Neben stationärer und Kurzzeitpflege gehörten auch Angebote wie Betreutes Wohnen zum Portfolio, während Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten die Verbindung ins Quartier stärkten.

Blick in die Zukunft und Forderung nach sozialen Reformen

Mit Blick auf die Zukunft betonte Kerstin Hartmann die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen für Pflege und Senior*innenarbeit. Ziel bleibe es, auch künftig mit dem Seniorenzentrum Stadt Kamp-Lintfort ein Ort zu sein, an dem Menschen Unterstützung finden und ihre Würde bewahren können. 

Dieses Ziel nahm Britta Altenkamp, Präsidiumsvorsitzende des AWO Bezirksverbands Niederrhein, auf, um die aktuellen Diskussionen über Sozialreformen in der Bundespolitik aufzugreifen. So enthielten die Empfehlungen der Alterssicherungskommission in einzelnen Punkten aus ihrer Sicht durchaus positive Ansätze. 

Wer aber Privilegien nicht länger unangetastet lassen wolle, müsse klare Kante zeigen: für die konsequente Einbeziehung aller Berufsgruppen in die gesetzliche Rentenversicherung, die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze sowie eine degressive Abflachung hoher Rentenanwartschaften, so Altenkamp. Damit unterstrich sie den Anspruch der Arbeiterwohlfahrt, zu mehr Gerechtigkeit im Rentensystem beizutragen. 

Auch der Referentenentwurf zur Neuordnung der Pflegeversicherung sehe Einschnitte und Verschlechterungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen vor. Ebenso wenig sei mit dieser Reform eine Aufwertung der Pflegetätigkeit verbunden, kritisierte die niederrheinische Präsidiumsvorsitzende. 

Britta Altenkamp versprach Pflegebedürftigen, Angehörigen und Pflegekräften, dass die Arbeiterwohlfahrt den weiteren Diskussionsprozess sehr kritisch begleiten werde. Damit machte sie deutlich, dass die AWO auch in Zukunft die Interessen von Menschen in Pflege und Alterssicherung nachdrücklich vertreten wird.

Zurück
Auf dem Bild ist eine Feier im Freien zu sehen, bei der drei Frauen gemeinsam eine große Jubiläumstorte anschneiden. Unter einem roten Sonnenschirm stehen die drei im Vordergrund an einem festlich gedeckten Tisch mit einer rechteckigen Torte, auf der „50“ und das AWO‑Herzlogo zu erkennen sind. Im Hintergrund sind weitere Gäste, eine Frau im roten AWO‑Shirt an einem Getränketisch sowie eine Straße mit parkenden Autos und Häusern zu sehen.
Zum Jubiläum gab es eine Torte, die Sonja Heinrich (Einrichtungsleitung AWO Seniorenzentrum Stadt Kamp-Lintfort), Kerstin Hartmann (Geschäftsführerin AWO Seniorendienste Niederrhein gGmbH) und Britta Altenkamp (Präsidiumsvorsitzende AWO Bezirksverband Niederrhein e.V.) [v.l.n.r.]
Auf dem Bild ist ein festlich geschmückter Eingangsbereich eines Gebäudes zu sehen. Über der Eingangstür hängt ein dichter Bogen aus Luftballons in Weiß, Rot, Gold und Champagner‑Tönen, einige rote Ballons tragen das AWO‑Logo. In der Mitte der Glasfront klebt ein goldener Kranz mit der Zahl „50“, der auf ein 50‑jähriges Jubiläum hinweist. Hinter der automatischen Schiebetür erkennt man einen Flur, in dem eine Person in roter Oberbekleidung ins Gebäudeinnere geht. Auf der rechten Glastür ist außerdem ein ausgedruckter Hinweistext der Einrichtung angebracht
Passend zum Jubiläum präsentierte sich auch der Eingangsbereich des AWO Seniorenzentrums Stadt Kamp-Lintfort festlich geschmückt.