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AWO Bezirksverband Niederrhein e.V. | Detail

AWO Seniorendienste Niederrhein – Jahresrückblick 2025

Senioren, Pflege & Betreuung

Das Jahr 2025 war geprägt von gemeinschaftlichen Erlebnissen, innovativen Projekten und vielen Momenten, die gezeigt haben, wie lebendig, herzlich und zukunftsorientiert die Arbeit in unseren stationären Pflegeeinrichtungen ist. In den Einrichtungen wurde gemeinsam gelacht, gefeiert, gelernt, ausprobiert und nach vorne geschaut.

Zu Beginn des Jahres stand das bereits im Dezember 2024 neu gestartete Projekt „Unsere kleine Farm II - Gutes Klima im Quartier“ im Fokus. Das Projekt ist eine Fortführung des ersten Teils von „Unsere kleine Farm“. Der bisherige tier- und naturgestützte Ansatz zur Prävention und Gesundheitsförderung von älteren Menschen und deren Angehörige aus „Unsere Kleine Farm“ wurde nun um Wissen und Co-Benefits im Kontext Klimagesundheit in den Themenfeldern Bewegung, Ernährung und Psychische Gesundheit erweitert. Zielgruppe sind nun neben den Bewohner*innen vor allem Ältere und pflegende Angehörige, die außerhalb der stationären Einrichtungen im benachbarten Quartier leben. Das auf dreieinhalb Jahre angelegte Forschungs- und Praxisprojekt wird mit Hilfe der drei stationärer Einrichtungen Paul-Saatkamp-Haus (ehemals Moers-Schwafheim) in Moers, Wilhelm-Lantermann-Haus in Dinslaken, Seniorenzentrum Am Wasserschloss (ehemals Altes Rathaus) in Voerde und in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) durchgeführt.

Auch im Bereich Ausbildung und Personalentwicklung zeigte sich, wie wichtig neue und individuelle Wege sind. Besonders stolz waren wir auf erfolgreiche Ausbildungsabschlüsse und persönliche Entwicklungsgeschichten unserer Mitarbeitenden, die zeigen, dass Lernen und Weiterentwicklung in jedem Lebensabschnitt und Alter möglich sind. Unsere Projekte im Bereich der Ausbildung von Pflegeauszubildenden konnten wir ebenfalls erweitern und weiter ausbauen. Nach dem erfolgreichen Start des ersten Azubi-Wohnbereichs im Seniorenzentrum Karl-Jarres-Straße in Duisburg freut sich 2025 nun auch das Seniorenzentrum Karl-Schröder-Haus in Langenfeld über dieses zukunftsweisende Konzept. Weitere Einrichtungen unseres Verbunds stehen ebenfalls in den Startlöchern und wollen den Bereich der Ausbildung neu denken und so attraktiv für junge Menschen am Arbeitsmarkt sein.

Im Februar durften die Bewohner*innen unserer ehemaligen Senioreneinrichtung Altes Rathaus in Voerde in ihr neues Zuhause im modernen Neubau Am Wasserschloss ziehen. Mit der Unterstützung unserer zahlreich engagierten Mitarbeitenden gelang der Umzug reibungslos – eine logistische Meisterleistung, die ohne die tatkräftige Hilfe vieler helfender Hände nicht möglich gewesen wäre. Die offizielle Eröffnung wurde dann zum Ende des ersten Quartals mit allen beteiligten Helfer*innen sowie des Bürgermeisters Dirk Haarmann, Petra Eggert-Höfel (Geschäftsführerin der Wohnbau Dinslaken) und unserer Gesellschaftsvorsitzenden Britta Altenkamp gefeiert.

Mit dem Frühlingsanfang zog es viele unserer Bewohner*innen nach draußen. Veranstaltungen wie „Fit in den Frühling“ in Moers-Schwafheim oder Projekt „Frühlingsanfang“ in Kamp-Lintfort machten deutlich, wie viel Freude der Frühling bereiten kann – unabhängig vom Alter oder körperlichen Einschränkungen. In lockerer Atmosphäre wurden kleine sportliche Herausforderungen gemeistert, gelacht und neue Kontakte unterschiedlicher Generationen geknüpft. Besondere Highlights waren erneut tiergestützte Angebote in unseren Einrichtungen. Begegnungen mit Hasen, Alpakas und später auch Axolotl sorgten für staunende Gesichter und emotionale Nähe bei unseren Bewohner*innen. Tiere bringen eine besondere Atmosphäre mit sich – sie fördern Gespräche, wecken Erinnerungen und schenken einfach ein gutes Gefühl.

Der Sommer im Jahr 2025 zeigte sich von seiner sonnigen – teilweise sehr heißen – Seite. Umso wichtiger war es, gut vorbereitet zu sein. In all unseren Einrichtungen wurden umfangreiche Hitzeschutzmaßnahmen für unsere Bewohner*innen und Mitarbeitenden umgesetzt: kühle Getränke, Eiswagen, Trinkrunden, angepasste Speisepläne, schattige Rückzugsorte und kühlende Angebote sorgten dafür, dass sich Bewohner*innen und Mitarbeitende auch an heißen Tagen wohl und sicher fühlen konnten. Gleichzeitig wurde der Sommer intensiv genutzt, um das Leben der Einrichtungen nach draußen zu verlagern. Gartenfeste, Wasserspiele, kleine Poolangebote, Musiknachmittage und Ausflüge – etwa in Biergärten – sorgten für Urlaubsgefühle im Alltag. Besonders schön war zu sehen, wie auch Angehörige diese Angebote gerne Annahmen und gemeinsame Zeit mit ihren Liebsten verbrachten.

Auch außerhalb der eigenen Häuser zeigten unsere Einrichtungen Herz und Engagement. Bei den Sommerfesten wie das des Duisburger Tierheims. Hier sammelten Bewohner*innen des Seniorenzentrums Wilhelm-Lantermann-Haus in Dinslaken gemeinsam mit Angehörigen und Mitarbeitenden Spenden – mit selbst gebastelten Schnüffelmatten und Spielzeugen für Tiere. Besonders beeindruckend: Bewohner*innen waren aktiv am Stand beteiligt und trugen so sichtbar zum Gelingen der Aktion vor Ort bei.

Ein weiterer Schwerpunkt des Jahres war das Thema Nachhaltigkeit. Im Seniorenzentrum Karl-Jarres-Straße in Duisburg wurde ein innovatives KI-gestütztes System zur Erfassung von Lebensmittelabfällen eingeführt. Ziel war es, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und bewusster mit Ressourcen umzugehen. Dieses Projekt verbindet ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Handeln – ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft.

Mit einer großen Auftaktveranstaltung ist die AWO am Niederrhein im Jahr 2025 in das neue Nachhaltigkeitsprojekt KliNa gestartet. Im Rahmen des Projektes werden wir uns gemeinsam mit dem AWO Bezirksverband Niederrhein intensiv mit den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen. Ziel ist es, ökologische Nachhaltigkeit fest in der Organisation zu verankern und Schritt für Schritt die Klimaneutralität zu erreichen.

Die zweite Jahreshälfte brachte viele traditionsreiche und kreative Veranstaltungen mit sich. Oktoberfeste mit Blasmusik-Auftritten und gesellige Nachmittage sorgten für gute Stimmung. Ein besonderes Highlight war die erste offizielle Halloween-Party im Seniorenzentrum Karl-Jarres-Straße. Mit viel Liebe zum Detail wurden Räume dekoriert, Kürbisse gemeinsam gestaltet, Kürbissuppe gekocht und gruselige Cocktails serviert. Das positive Feedback von Bewohner*innen und Angehörigen zeigte: Mut zu neuen Ideen lohnt sich. Auch die traditionellen Weihnachtskonzerte in den Einrichtungen durften dieses Jahr ebenfalls nicht fehlen.

Zum Ende des Jahres rückte die Wertschätzung für die tägliche Arbeit aller Mitarbeitenden in den Mittelpunkt. Kleine Dankeschön-Aktionen, gemeinsames Essen und persönliche Worte machten deutlich, wie wichtig jede einzelne Tätigkeit ist – ob in Pflege und Betreuung, Hauswirtschaft, oder Verwaltung. Gleichzeitig blickten wir gemeinsam zurück auf ein Jahr voller Entwicklung, Veränderungen und Erfolge. Auch strukturelle Neuerungen, wie die Namensänderung unserer Einrichtung in Moers-Schwafheim unterstrichen unseren respektvollen Umgang mit Geschichte und Zukunft. Das ehemalige Seniorenzentrum Moers-Schwafheim wurde in Gedenken an den Ehrenvorsitzenden Paul Saatkamp in das Seniorenzentrum Paul-Saatkamp-Haus unbenannt. Mit der Umbenennung ehren wir den langjährigen Vorsitzenden, der am 2. September 2024 in eben jenem Seniorenzentrum verstarb. 2025 hat gezeigt, wie viel möglich ist, wenn Menschen mit Herz, Engagement und Ideenreichtum zusammenarbeiten.

Nachdem die Geschäftsführung vakant wurde, nahm übergangsweise die Vorständin des AWO Bezirksverbands Niederrhein die Position wahr. Diese Interimslösung überzeugte die Gesellschafterversammlung jedoch so sehr, dass sie sich entschied, diese Lösung zu verstetigen. Zu diesem Zweck wurde ein neues, innovatives Modell für eine kompetente und engagierte Leitung eingeführt. Um die Geschäftsführung zu entlasten, stehen ihr zwei neu geschaffene Bereichsleitungen zur Seite, die neben der Aufgabe als Einrichtungsleitungen auch den operativen Geschäftsbetrieb in je sechs Einrichtungen begleiten.

Unsere Einrichtungen sind Orte des Lebens, der Begegnung und der Würde – und genau das spiegeln die vielen Projekte, Feste und Alltagsmomente dieses Jahres wieder. Wir danken allen Bewohner*innen, Angehörigen, Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen und Kooperationspartnern, die dieses Jahr mitgestaltet haben, und freuen uns darauf, auch 2026 gemeinsam weiterzugehen.

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Auf diesem Bild sieht man eine Collage für den Jahresrueckblick 2025.