In der Bezirksgeschäftsstelle der Arbeiterwohlfahrt (AWO) am Niederrhein drehte sich alles um Klimaschutz und nachhaltiges Handeln. Zahlreiche Kolleg*innen aus Diensten, Einrichtungen und Gliederungen kamen in der Lützowstraße zusammen, um konkrete Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit zu beraten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die AWO ihren ökologischen Fußabdruck weiter reduzieren und sich zugleich besser auf die Folgen des Klimawandels einstellen kann.
„Wir wollen gute Praxis sichtbar machen, Erfahrungen bündeln und das Rad nicht jedes Mal neu erfinden. Wir wollen voneinander lernen und gemeinsam neue Impulse für die Weiterentwicklung unseres Maßnahmenpakets erarbeiten“, betonte Präsidiumsvorsitzende Britta Altenkamp zur Begrüßung.
Einen wichtigen Impuls gab Thomas Diekamp vom AWO-Bundesverband. In seinem Beitrag zeigte er auf, warum Nachhaltigkeit fest zur DNA der AWO gehört. Klimaschutz ist für die AWO nicht nur eine ökologische, sondern auch eine soziale Aufgabe. Besonders Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, sind häufig stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Zudem ist die AWO mit bundesweit über 18.000 Einrichtungen und Diensten sowie fast einer Viertelmillion Beschäftigten ein echter Hebel dafür, ob Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht.
Auf dem Programm standen verschiedene Sessions mit konkreten Praxisbeispielen: Hitzeschutzkonzepte in sozialen Einrichtungen, Wege zu einer nachhaltigeren Versorgung sowie die Erstellung und Nutzung von CO₂-Bilanzen. Die Teilnehmenden diskutierten zahlreiche Ideen und Ansätze und erhielten Tipps zu rechtlichen Pflichten, Erwartungen von Banken und Kostenträgern sowie praktischen Werkzeugen zur Umsetzung.
Luzy Zobel von der SozialGestaltung, einer spezialisierten Beratungsgesellschaft für die Sozial- und Gesundheitswirtschaft, erläuterte, inwieweit ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bereits heute in die Kreditrisikobewertung und Kreditentscheidung einfließen.
„Ziel des Austauschs war es, erfolgreiche Maßnahmen innerhalb der AWO bekannter zu machen, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln. So soll das bestehende Maßnahmenpaket für Klimaschutz und Nachhaltigkeit weiter ausgebaut werden. Und das ist heute gelungen“, zogen die niederrheinischen AWO Vorstände Kerstin Hartmann und Michael Rosellen nach einem intensiven und diskussionsreichen Fachtag Bilanz.
Die Veranstaltung setzte damit ein klares Zeichen: Die AWO will ökologische Verantwortung übernehmen, nachhaltiges Handeln im Alltag verankern und ihre Einrichtungen und Angebote zukunftsfest aufstellen.


