Denn damit Quereinsteiger*innen als sozialpädagogische Fachkräfte in der frühkindlichen Bildung arbeiten und damit erfahrene Ergänzungskräfte nach den Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes angerechnet werden können, müssen diese gemäß Personalverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen über eine Qualifizierung in Pädagogik der Kindheit und Entwicklungspsychologie im Umfang von mindestens 160 Stunden verfügen. In den vergangenen Jahren hat das kompetente Dozentinnenteam des WKB rund 275 Mitarbeitende aus dem Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen weiterqualifiziert; auch der aktuelle Durchgang knüpfte daran nahtlos an.
Die nun verabschiedete Gruppe war erneut multiprofessionell zusammengesetzt. Vertreten waren unter anderem Kinderpfleger*innen und Sozialassistent*innen mit mehrjähriger Praxis, Grundschullehrer*innen, Lehreri*nnen mit ausländischem Bildungsabschluss sowie langjährige Kita-Helfer*innen, die nun als Kraft nach § 14 der Personalverordnung eingesetzt werden können. Als Besonderheit nahm erstmals auch eine Kollegin aus dem vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW und der Sozialstiftung NRW geförderten Modellprojekt „Pro.Ki“ der AWO NRW an der Qualifizierung teil.
In 21 Seminartagen setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit Themen rund um das Berufsfeld Kindertageseinrichtung und frühkindliche Bildung auseinander. Neben Präsenzphasen arbeiteten sie in asynchronen Lernphasen, deren Ergebnisse in einem Workbook dokumentiert wurden. Am Abschlusstag präsentierten die Teilnehmenden ihre selbstgewählten Vertiefungsthemen in vielfältigen Formaten und machten damit sichtbar, wie breit das Spektrum professioneller frühpädagogischer Arbeit heute aufgestellt ist.