Der Film nimmt die Zuschauer*innen mit an die europäischen Außengrenzen, an denen sich seit Jahren eine andauernde humanitäre Krise abspielt. Er begleitet Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer, zeigt die Zustände in Lagern für Geflüchtete und lässt Menschen zu Wort kommen, die den gefährlichen Weg nach Europa überlebt haben. Gleichzeitig beleuchtet die Dokumentation, wie sich Politik und Gesellschaft in Deutschland verändern: Rechtspopulistische Positionen gewinnen an Einfluss, Flucht und Migration werden zunehmend kriminalisiert, und humanitäre Hilfe gerät immer stärker unter Druck.
Durch Interviews mit Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und politischen Entscheidungsträger*innen macht der Film deutlich, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf geflüchtete Menschen, auf Engagierte und auf unsere Demokratie haben. „Kein Land für Niemand“ lädt dazu ein, die gängigen Bilder und Erzählungen über Flucht und Migration zu hinterfragen und über Menschlichkeit, Solidarität und Verantwortung nachzudenken.
Im Anschluss an die Vorführung sind alle Gäste zu einem Publikumsgespräch mit Regisseur Maik Lüdemann, Maike Kratz (ehrenamtliches Crewmitglied bei SOS Humanity – einer NGO, die seit 2015 über 39.000 Menschen aus Seenot gerettet hat) und Achim Gerhard-Kemper (ehrenamtlich unterwegs bei der Seebrücke und ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen) eingeladen. Gemeinsam will die AWO ins Gespräch kommen: über persönliche Eindrücke aus dem Film, über die Situation an Europas Grenzen und darüber, was jede*r Einzelne zu einem respektvollen Miteinander beitragen kann.
Wann? Mittwoch, 20. Mai 2026 | 16:00 Uhr (Einlass: 15:30 Uhr)
Wo? Filmstudio „Glückauf“, Rüttenscheider Str. 2, 45128 Essen
Der Eintritt ist frei. Stattdessen bittet die AWO um Spenden für die Seenotrettung im Mittelmeer. Um Anmeldung wird gebeten unter https://kurzlinks.de/awo-film.