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AWO Bezirksverband Niederrhein e.V. | Detail

Austausch mit Matthias Hauer MdB zur Beratung im Uniklinikum und zum Monitoring von NIPT

Schwangerschaft & Sexualität

Der AWO Bezirksverband Niederrhein hatte erneut Besuch von dem Essener Bundestagsabgeordneten Matthias Hauer. Die Mitarbeiterinnen der Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen Nicola Völckel und Dr. Nadia Heming sowie der AWO Bezirksvorstand Michael Rosellen konnten sich mit dem parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt über die differenzierte AWO Position zum Thema „Nichtinvasiver Pränataltest (NIPT)” austauschen und den Bedarf eines umfassenden Monitorings ausführlich darstellen.

In der Beratungsstelle an der Universitätsfrauenklinik begleitet der AWO Bezirksverband Niederrhein Frauen in komplexen Situationen rund um Pränataldiagnostik – ergebnisoffen, psychosozial und fachlich fundiert. Dabei erleben die Fachkräfte täglich, unter welchen gesellschaftlichen Druck viele Schwangere geraten, wenn es um die Möglichkeit der Geburt eines Kindes mit Behinderung geht. Die Beratungsstelle möchte Frauen noch viel häufiger vor der Durchführung von Tests begleiten, und zwar nicht erst nach einem auffälligen Ergebnis. Trotz eindeutiger gesetzlicher Vorgaben erhalten die kompetenten AWO Beraterinnen dafür bislang zu wenige gezielte Verweisungen aus der Ärzteschaft.

Umso wichtiger ist eine politische Debatte, die Ethik, Selbstbestimmung und den Schutz vor Selektion zusammendenkt.

Vor diesem Hintergrund war es umso erfreulicher, dass Matthias Hauer im konstruktiven Austausch signalisierte, den interfraktionellen Gruppenantrag zum Monitoring von NIPT zu unterstützen.

Der Gruppenantrag im Bundestag setzt sich dafür ein, die Auswirkungen der Kassenzulassung von NIPT besser zu erfassen. Dazu soll ein Monitoring eingeführt werden, das zeigt, wie gut die vorgeschriebene Beratung rund um den Test wirklich funktioniert, wie häufig NIPT genutzt wird, aus welchen Gründen sich Schwangere dafür entscheiden und wie oft im Anschluss noch weitere Untersuchungen nötig sind. Auch Entwicklungen bei der Geburt von Kindern mit Trisomie 21 sollen dabei berücksichtigt werden. So sollen verlässliche Daten entstehen, um die pränatale Diagnostik künftig verantwortungsvoll gestalten zu können.

Der Antrag umfasst außerdem die Einsetzung eines unabhängigen Expertengremiums, das klare und ethisch tragfähige Leitlinien für zukünftige pränatale Tests entwickelt.

Ein ausdrücklicher Dank geht an Matthias Hauer für den offenen Dialog und die Bereitschaft, die Perspektive der AWO aus der Beratungspraxis in Essen in den Deutschen Bundestag einzubringen.

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Auf dem Bild stehen vier erwachsene Personen vor einem Eingangsbereich mit Glastüren. Hinter ihnen ist ein Schild mit dem Logo der AWO und der Bezeichnung „Lore-Agnes-… Beratungszentrum“ zu sehen, außerdem weitere Texte zu Beratungsthemen. Die Personen halten Informationsflyer in der Hand und wirken wie zu einem offiziellen oder beruflichen Anlass fotografiert, etwa bei einem Besuch oder Termin vor dem Beratungszentrum.
v. l. n. r.: Michael Rosellen (Vorstand AWO Bezirksverband Niederrhein), Nicola Völckel (Leitung Lore-Agnes-Haus), Dr. Nadia Heming (AWO Fachberaterin in der Universitätsfrauenklinik Essen) und Matthias Hauer MdB