Foto: Patrick Zier

FAQ: Erzieher*in-Ausbildung

Rein in die Muckibude ... Kita sucht Kräfte – Jetzt Erzieher*in werden!

Erzieher*innen arbeiten mit Kindern und Jugendlichen. Dabei gehören neben der Betreuung der Kinder und Jugendlichen auch die gezielte Förderung einzelner Kinder oder Gruppen, die Elternarbeit sowie die Zusammenarbeit mit anderen Pädagog*innen wie z. B. Lehrer*innen, Jugendämtern etc. zum Aufgabenspektrum. 

In unseren Tageseinrichtungen stellen wir das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt. Wir setzen uns dafür ein, allen Kindern gleiche Entwicklungs- und Bildungschancen zu ermöglichen. Bei der Gestaltung unserer Arbeit achten wir die aktuellen kindlichen Bedürfnisse ebenso wie die Entwicklung zukunftsorientierter Kompetenzen. Das machen wir mit gut ausgebildeten Erzieher*innen.

Doch wie kann ich Erzieher*in werden, was verdiene ich, wo muss ich mich wie bewerben, welche Zukunftschancen habe ich als Erzieher*in? All diese häufig gestellten Fragen werden in unserem FAQ (Frequently Asked Questions) beantwortet – sollte jedoch eine Frage unbeantwortet bleiben, freuen wir uns über eine E-Mail.

Die Aufgaben einer pädagogischen Fachkraft sind heute sehr vielfältig. In erster Linie begleitet und unterstützt sie Kinder bei ihren Bildungsprozessen, d.h. sie beobachtet und reflektiert die Bedürfnisse der Kinder und macht ihnen auf dieser Grundlage Angebote. Ein*e Erzieher*in hat eine offene Haltung den Kindern und ihren Familien gegenüber, ist neugierig darauf, jeden Tag die Welt mit den Kindern neu zu entdecken. Eltern sieht die Erzieher*in als erste Expert*innen ihres Kindes und bildet, gemeinsam mit den Familien, eine Bildungspartnerschaft zur ganzheitlichen Förderung des jeweiligen Kindes. Gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit der pädagogischen Fachkraft ist das Kinderbildungsgesetz des Landes Nordrhein Westfalen (KIBIZ). Eine sehr gute Lektüre, in der man viel über die Haltung und Bildung im frühkindlichen Bereich lernt, sind die Bildungsgrundsätze NRW, die man sich als PDF kostenlos hier runterladen kann.

Im ersten Ausbildungsjahr erhält man brutto etwa 911,- Euro. Als fertige Fachkraft, also staatliche anerkannte*r Erzieher*in, wird man nach TV AWO NRW mit Stufe 8 EG II eingruppiert.

Der AWO Bezirksverband Niederrhein bildet für den eigenen Bedarf aus, d.h. wir sind sehr bestrebt, unsere Auszubildenden auch als Erzieher*in zu übernehmen.

Die klassische Form der Ausbildung als Erzieher*in, also vollzeitschulisch, bietet Teilzeit-Möglichkeiten, durch die sich die Ausbildung entsprechend verlängert. Für die praxisintegrierte Ausbildung sind Teilzeit-Möglichkeiten nicht bekannt.

Um die Ausbildung als Erzieher*in beginnen zu können, muss man sich sowohl bei den Kita-Trägern (also da auch meist bei einer Kita seiner Wahl) mit einem Bewerbungsschreiben, einem Lebenslauf und einem Schulzeugnis bewerben. Dazu kommt der Nachweis über das abgeleistete Praktikum und seit März 2020 auch der Nachweis über einen Masernimpfschutz. Dazu muss man sich dann im Frühjahr (die Termine stehen auf den Webseiten der Fachschulen) mit den oben genannten Nachweisen, ebenfalls mit allen Unterlagen bei der Fachschule bewerben.

Für unsere Einrichtungen in Düsseldorf, Duisburg, Krefeld und Monheim am Rhein suchen wir Erzieher*innen. Am besten direkt einen Blick in unsere Stellenbörse werfen – und bewerben!

Um Erzieher*in zu werden, benötigt man die Mittlere Reife mit der Qualifikation für die Oberstufe. Ebenso ist ein Vorpraktikum notwendig. Das Praktikum hilft, schon vor Beginn der Ausbildung zu schauen, ob der Beruf auch im Alltag zu einem passt.

Es gibt zwei Möglichkeiten der Ausbildung: die klassische Form in der Vollzeit-schulischen Variante und die praxisintegrierte Form der Ausbildung (PIA). In der klassischen Form bewirbt man sich mit einem Motivationsschreiben, seinem Schulzeugnis und dem Praktikumsnachweis meist bis Ende Februar an den Fachschulen. Man geht dann drei Jahre in die Fachschule, macht Blockpraktika, für die man sich individuell bewerben muss, und durchläuft dann nach der Abschlussprüfung ein Anerkennungsjahr als Berufspraktikant*in in einer Einrichtung, in der man sich vorher beworben hat. Die andere Variante ist die praxisintegrierte Ausbildung (PIA), die im Grunde so abläuft wie die meisten dualen Ausbildungen in Deutschland. Man bewirbt sich mit einem Motivationsschreiben zunächst bei einem Träger und schreibt sich mit der Bestätigung des Praxisplatzes dann an einer Fachschule, meist auch im Frühjahr, ein. Die dreijährige Ausbildung zur Erzieher*in gliedert sich dann in Schul- und Praxistage, die je nach Berufsfachschule variieren können. Bei dieser Form der Ausbildung erhält man eine Vergütung!

Im Kinderbildungsgesetz des Landes Nordrhein Westfalen (KiBiz) ist gesetzlich festgehalten, dass es sogar eine Pflicht des Trägers UND der Fachkraft zur Fortbildung gibt. Der AWO Bezirksverband Niederrhein e.V. hat sowohl Pflichtfortbildungen für seine Mitarbeitenden, da sie die Grundlage unserer Qualität in der pädagogischen Arbeit bilden, als auch individuelle Fortbildungsmöglichkeiten. Das Bildungswerk der AWO Bezirksverband Niederrhein bietet eine große Auswahl pädagogischer Fortbildungsthemen für Erzieher*innen an. In einem jährlich stattfindendem Personalentwicklungsgespräch legt die Leitung der Einrichtung mit den Mitarbeitenden individuelle Ziele und Fortbildungen fest.

Die praxisintegrierte Ausbildung als Erzieher*in dauert drei Jahre und die klassische Ausbildung als Erzieher*in vier Jahre.

In einigen Kommunen geht das als Pilot-Projekt zurzeit. In Neuss und Mönchengladbach bieten die örtlichen JobCenter die Möglichkeit an, die Erzieher*in-Ausbildung als Umschulung zu machen.

Der AWO Bezirksverband Niederrhein e.V. betreibt Kitas in in Düsseldorf, Duisburg, Krefeld und Monheim am Rhein.

Die Ausbildung als Erzieher*in startet immer zum 1. August, denn dann beginnt formal das Kindergartenjahr. In der Praxisintegrierten Ausbildung (PIA) ist man sowohl Studierende*r der Fachschule, als auch Team-Mitglied der Kita. Je nach Fachschule hat man unterschiedlich viele Schultage. Manche Fachschulen haben zwei Tage Unterricht pro Woche und andere wiederum 2,5 Tage und damit 19 Stunden Unterricht.

Der Arbeitsvertrag mit dem Kita-Träger beinhaltet eine Vollzeit-Stelle, also 39,0 Stunden Arbeitszeit pro Woche. Dort hat man eine*n feste*n Ansprechpartner*in im Team, die sogenannte Praxisanleitung. Sie steht mit Rat und Tat zur Seite und begleitet einen durch die praktischen Prüfungen und Lehrer*innenbesuche.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Weiterentwicklung für Erzieher*innen. Nach zwei Jahren praktischer Erfahrung in einer Kindertageseinrichtung kann man aus gesetzlicher Sicht Einrichtungsleitung werden.

Ja, man kann auch mit einer anderen Ausbildung oder als Seiteneinsteiger*in Erzieher*in werden.

Klassischerweise bilden sich Kinderpfleger*innen häufig nach einigen Jahren der Praxis zur pädagogischen Fachkraft weiter. Meist tun sie das, indem sie die Praxisintegrierte Ausbildung (PIA) durchlaufen. Einige Fachschulen bieten eine berufsbegleitende Ausbildung speziell für Kinderpfleger*innen an, die sich weiterbilden möchten an.

Eine andere Möglichkeit bietet die Personalverordnung NRW. Für Bachelor-Absolvent*innen des Studiums Grundschullehramt sowie für Erzieher*innen ohne Anerkennungsjahr gibt es die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen den Status einer weiteren Fachkraft zu erhalten. Auch Bachelor-Absolvent*innen anderer Lehramtsstudiengänge, sowie Studierende bestimmter Fachrichtungen mit einer gewissen Anzahl von Creditpoints im Studium betrifft dies. Allerdings ist dazu einschränkend zu sagen, dass dieser Status bedingt, dass man weder Gruppenleitung noch Einrichtungsleitung einer Kita werden kann.

Die Ausbildung als Erzieher*in beginnt immer am 01.08. (Beginn des Kindergartenjahres). Allerdings muss man sich meist gegen Ende Februar bei den Fachschulen anmelden und das (bei der praxisintegrierten Ausbildung) schon mit einem Arbeitsvertrag der Praxisstelle. Es empfiehlt sich also, sich spätestens Ende des vorhergehenden Jahres bei einem Kita-Träger für die Ausbildung als Erzieher*in zu bewerben.

Man kann eine Ausbildung zur Kinderpfleger*in machen. Das geht auch mit einem Hauptschulabschluss. Prinzipiell kann man sich im Anschluss mit der Ausbildung dann auch weiterqualifizieren und eine Erzieher*innen-Ausbildung machen. Denn mit der Kinderpfleger*innen-Ausbildung hat man auch die Fachoberschulreife erlangt und damit die Voraussetzung für eine Erzieher*innen-Ausbildung.

Ihre Ansprechpartnerin

Frau Andrea Krolzig

0201 3105 - 289

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