Zunächst wusste Maximilian Scholtsyssek nicht, was er nach der Schule machen sollte. Er entschloss sich für den Freiwilligendienst bei der AWO, wo er heute als Kaufmann im Gesundheitswesen arbeitet:
„Nach der Schule war für mich vor allem eines klar: Ich wollte etwas Sinnvolles machen – nur wusste ich noch nicht, wohin die Reise gehen soll. Also habe ich mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden, um meine eigenen Stärken besser kennenzulernen. Bei der AWO am Niederrhein fand ich dafür den perfekten Ort – und als Moerser Jung gleichzeitig einen Einsatzplatz direkt vor der Haustür.
Mein Weg begann im AWO Seniorenzentrum Paul-Saatkamp-Haus, erst in der Einrichtungsverwaltung, später am Empfang. Dort habe ich nicht nur Abläufe kennengelernt, sondern vor allem Menschen: Kolleg*innen, die mich ernst unterstützt haben, und Bewohner*innen, die mir schnell ans Herz gewachsen sind. Parallel dazu haben mir die Seminare im Rahmen des Freiwilligendienstes die Werte der AWO vermittelt – Solidarität, Gerechtigkeit, Vielfalt, Gleichheit und Freiheit wurden für mich zur erlebten Praxis.
Als mir die Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen angeboten wurde, musste ich nicht lange überlegen. Ich wusste, welches Umfeld mich erwartet, kannte das Team und hatte gemerkt, wie sehr mir die Verbindung aus Verwaltungsaufgaben und sozialem Miteinander liegt. Zahlen haben mir schon immer Spaß gemacht. Umso spannender war es für mich zu verstehen, wie Zahlungsabwicklungen und Buchhaltung in einer sozialen Einrichtung funktionieren. Gleichzeitig konnte ich in ‚meinem‘ Seniorenzentrum bleiben und den Kontakt zu den Bewohner*innen weiterleben.
Während der Ausbildung lernte ich auch die Bezirksgeschäftsstelle kennen und verbrachte einige Zeit in der Finanzbuchhaltung. Das Team dort hat mich sofort abgeholt – mit Professionalität, Humor und der spürbaren Überzeugung, dass soziale Arbeit nur mit einer verlässlichen Verwaltung im Hintergrund funktionieren kann. Offenbar ist der Funke in beide Richtungen übergesprungen, denn kurz vor meinem Ausbildungsabschluss fragte mich die Abteilungsleiterin, ob ich mir vorstellen könne, nach der Ausbildung auch in der Geschäftsstelle zu arbeiten.
Genau das mache ich heute. In der Bezirksgeschäftsstelle unterstütze ich die Finanzbuchhaltung, während ich an zwei Tagen in der Woche zu meinen Wurzeln ins Paul-Saatkamp-Haus zurückkehre. Für mich ist das die ideale Kombination – nah an den Menschen in der Einrichtung und gleichzeitig mitten in den Strukturen, die dafür sorgen, dass die AWO als moderner Wohlfahrtsverband handlungsfähig bleibt. Aus einem ‚Ich weiß noch nicht, was ich machen will‘ ist so Schritt für Schritt ein klarer Weg entstanden: Ein Berufsleben bei einem Verband, bei dem ich mir gut vorstellen kann, noch viele nächste Schritte zu gehen.“