Stefan Kühn Vorsitzender, AWO-Kreisverband Wuppertal Zur Person Stefan Kühn ist 63 Jahre alt und seit 2024 Pensionär. Zuvor war er 24 Jahre lang Dezernent für Soziales, Jugend, Schule und Integration bei der Stadt Wuppertal. Sein ehrenamtliches Engagement begann bereits als Schülersprecher. Mit 16 Jahren brachte er sich bei den Jusos und der SPD ein, später auch in der Gewerkschafts- und Personalratsarbeit sowie in zahlreichen Projekten und Vereinen. Seit dem 2025 ist er Vorsitzender des AWO-Kreisverbandes Wuppertal. Motivation Als Schüler beschäftigte sich Stefan Kühn intensiv mit dem Scheitern der Weimarer Republik und den Verbrechen des Faschismus. Daraus entstand seine Grundüberzeugung: Demokratie ist keine Zuschauerveranstaltung. Sie lebt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die aktiv für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität einstehen. Unterlassene Hilfeleistung war und ist für ihn keine Option. Ehrenamtliches Engagement bedeutet für ihn, gemeinsam mit anderen etwas bewegen zu können und dabei viele interessante Menschen kennenzulernen. Tätigkeit und Aufgaben Neben dem Vorsitz des AWO-Kreisverbandes ist Stefan Kühn Bezirksbürgermeister in seinem Stadtteil und bringt sich in die Behindertenhilfe sowie in Stadtteilinitiativen ein. Dank seiner beruflichen Erfahrungen und Kontakte engagiert er sich primär in den Bereichen Planung, Fördermittelakquise und Öffentlichkeitsarbeit. Ein großes Netzwerk ist für ihn dabei die wichtigste Ressource. Bei der Zeiteinteilung achtet er darauf, sich weder zu langweilen noch zu überlasten. Erfahrungen und Wirkung Besonders gerührt hat Stefan Kühn, als ihm jemand sagte, eine mündliche Vereinbarung mit ihm sei mehr wert als ein Vertrag mit anderen. Denn es geht ihm um Ehrlichkeit und Verlässlichkeit. Es sind die scheinbar kleinen Erfolge, die ihn immer wieder erfreuen und motivieren. Schwer fällt ihm persönlicher Streit, der nicht um der Sache willen geführt wird. Er musste lernen, das auszuhalten und sich zurückzuziehen, wenn er sich nicht mehr wohfühlt. Sein ehrenamtliches Engagement hat ihn zu der Person gemacht, die er heute ist. Zukunft und Rat Stefan Kühn hofft, noch lange weitermachen zu können und seine Funktionen rechtzeitig in andere Hände zu geben. Teamarbeit ist für ihn unverzichtbar, denn gemeinsam sei man stark. Sein Rat an alle, die über ein Ehrenamt nachdenken: Einfach ausprobieren und schauen, was Freude macht. „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun – also lasst uns was tun.“
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