Ohne Korrekturen am Gesetzesentwurf drohen Schließungen und massive Qualitätseinbußen in der Kindertagesbetreuung in NRW, so die Botschaft der Online-Petition. Bestehende Probleme werden zulasten von Trägern, Fachkräften und Familien weiter verschärft. Kern- und Randzeiten ermöglichen den Einsatz unzureichend qualifizierter Kräfte, Bring- und Abholzeiten werden pädagogisch ausgehöhlt, und frühkindliche Bildung wird auf Kernzeiten reduziert. Unterbesetzungen erhöhen das Risiko für Kindeswohlgefährdungen, Kinder mit Förder- oder Teilhabebedarf sind nicht ausreichend berücksichtigt. Die Regelungen verlagern Verantwortung auf Träger, Fachkräfte und Eltern, ohne Betreuungsstabilität tatsächlich zu sichern, und verschärfen den Fachkräftemangel. Die im Gesetz gemachten Vorschläge gefährden insbesondere die Existenz kleiner Kitas, statt Entlastung zu schaffen. Der Wegfall des Zuschlags für eingruppige Kitas sowie die drastisch reduzierte Finanzierung von Kita-Helfer*innen setzen Einrichtungen unter finanziellen Druck.
„Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, den Gesetzentwurf grundlegend nachzubessern, Planungssicherheit zu gewährleisten und die Trägervielfalt sowie die Qualität frühkindlicher Bildung nachhaltig zu sichern“, heißt es in der Petition. Noch bis zum 27. Januar 2026 sind alle Bürger*innen aufgerufen, online zu unterschreiben:
https://weact.campact.de/petitions/kitas-retten-kinderbildungsgesetz-nrw-besser-machen