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Warum sie gerne bei der AWO Niederrhein arbeiten, verraten unsere Mitarbeiter*innen im Portrait.

Simone Frobel

Ethikberatung im AWO Seniorenzentrum Moers-Schwafheim
Simone Frobel arbeitet als Ethikberaterin im AWO Seniorenzentrum Moers-Schwafheim. Einem Pilotprojekt.
Simone Frobel arbeitet als Ethikberaterin im AWO Seniorenzentrum Moers-Schwafheim. Einem Pilotprojekt.

Simone Frobel arbeitet als Ethikberaterin im AWO Seniorenzentrum Moers-Schwafheim. Das größte Haus der AWO Seniorendienste Niederrhein gGmbH verfügt bislang als einzige Einrichtung über diese Position. Ein Pilotprojekt, das ausbaufähig ist – wie nicht nur die Mitarbeiterin selber findet.

„Ich bin gelernte Fachkrankenschwester für Psychiatrie und war 35 Jahre im psychiatrischen Bereich tätig. Fortbildungen zur Hospiz- und zur Trauerbegleiterin haben mir neue berufliche Perspektiven aufgezeigt und ich absolvierte einen 18-monatigen Fernlehrgang zur „Beraterin für Ethik im Gesundheitswesen“. Als stellvertretende Koordinatorin des Hospizvereins Neukirchen-Vluyn betreue ich seit mehreren Jahren verschiedene Einrichtungen – unter anderem das Seniorenzentrum Moers-Schwafheim.

Der Einrichtungsleiter hat mich im Rahmen meiner regelmäßigen Sprechstunde kennengelernt. Es war seine Idee, eine Stelle für mich zu schaffen. Seit 2017 bin ich an drei festen Tagen im Haus, 15 Stunden in der Woche.
Ich begleite Bewohner*innen auf dem letzten Weg und unterstütze Angehörige und das Pflegeteam beim Abschiednehmen. Mit Düften, Massageölen und Musik mache ich aus dem Bewohnerzimmer einen Ort der Ruhe, der dem Sterben einen würdevollen Rahmen gibt. Für die Kolleg*innen habe ich in diesen schweren Momenten stets ein offenes Ohr und Zeit zu reden. Einige Hinterbliebene kommen auch heute noch zu Gesprächen zu mir.

Bei meiner Arbeit geht es nicht nur um Sterben, Tod und Trauer, sondern auch um das gute Miteinander der Berufsgruppen im Haus. Eine funktionierende Kommunikation ist dafür enorm wichtig – und gegenseitige Wertschätzung. Im Heimalltag geht beides manchmal unter. Ich versuche, durch Gespräche mit Kollegen*innen Entlastung zu bringen und die Arbeit zu erleichtern. 

Mich beeindruckt die hohe Akzeptanz, die ich erfahre. Man lässt mir viel Freiraum und ist offen für Neues. Ich rede viel mit unseren Bewohner*innen. Ich höre Bedürfnisse heraus und kann handeln. Gerade hatten wir unseren ersten Hofladenverkauf im Seniorenzentrum. Als nächstes plane ich eine Kooperation mit der Musikschule in Moers. Es gibt großes Interesse, Konzerte in unserem Haus stattfinden zu lassen. Eine eigene Hospizgruppe für Schwafheim möchte ich auch ins Leben rufen.

Ich hoffe, dass aus dem Pilotprojekt Ethikberatung eine feste Größe im Angebot der Seniorendienste wird und ich noch viele weitere Ideen umsetzen kann.“