Unsere Jobs. Unsere Kolleg*innen.

Warum sie gerne bei der AWO Niederrhein arbeiten, verraten unsere Mitarbeiter*innen im Portrait.

Petra Meyer, Frank Otto und Holger Lang

Ausbilder*innen aus Überzeugung
Holger Lang, Petra Meyer, Frank Otto (v.l.n.r.)
Holger Lang, Petra Meyer, Frank Otto (v.l.n.r.)

Im letzten Mitarbeiter*innenportrait haben sich drei Auszubildende vorgestellt. Heute kommen ihre Lehrmeister*innen zu Wort. Die Botschaft von Petra Meyer, Frank Otto und Holger Lang: Ausbildung liegt der AWO am Herzen. 

Frank Otto ist Küchenchef im Seniorenzentrum Karl-Jarres-Straße in Duisburg und seit 1984 bei den AWO Seniorendiensten Niederrhein gGmbH. Seine Ausbildereignungsprüfung machte er 1996 – als erster Mitarbeiter überhaupt. 14 angehende Köchinnen und Köche hat er seitdem angelernt und an die 30 Praktika betreut. „Ich habe mir irgendwann gesagt: Du musst deine Erfahrung weitergeben – und deine Freude am Job.“ Von seinen Auszubildenden wünscht er sich, dass sie Initiative entwickeln. Und fragen, fragen, fragen.

Petra Meyer arbeitet seit 2005 im Helmuth-Kuhlen-Haus in Mönchengladbach. Für den Nachwuchs ist sie seit 2006 zuständig. „Man hat mir nach einem Jahr Betriebszugehörigkeit angeboten, die Ausbildereignungsprüfung abzulegen,“ so die Verwaltungsfachkraft. Sechs Auszubildende hat sie bislang betreut. Dazu kommen mehrere Praktikant*innen. Die Herausforderung für sie: dass das Alltagsgeschäft weiterläuft. „Oft setzen wir uns abends zusammen, wenn alles ruhiger ist. Es macht mir Spaß, soviel wie möglich in die Ausbildung einbringen.“ 

Holger Lang ist frisch gebackener „WBL MBA“ – Wohnbereichsleiter mit besonderen Aufgaben. Ihm obliegt die gesamte Dokumentation und Pflegeplanung. Bis Ende 2018 war er für den Pflegenachwuchs im Seniorenzentrum Karl-Jarres-Straße zuständig. Fünf Auszubildende hat er durch ihre Lehrzeit begleitet. Die Herausforderung für ihn? „Junge Leute für den Umgang mit alten Menschen zu sensibilisieren. Soziale Kompetenzen sind immer wichtig. In unserem Bereich machen sie den Unterschied. Denn es geht darum, dass unsere Bewohner*innen sich bei uns wohlfühlen.“

Hier sieht sich auch Petra Meyer in der Pflicht. In einer Senioreneinrichtung habe man nie nur einen Verwaltungsjob. Man arbeite zwar nicht in der Pflege, aber man sei trotzdem ein Teil davon. Petra Meyer ist es wichtig, das weiterzugeben. Auch in einem weiteren Punkt ist sie sich mit ihrem Kollegen einig: „Aktuell haben wir sehr gute Auszubildende in unseren Einrichtungen. Und die möchten wir halten.“ 

Auf den eigenen Nachwuchs setzt auch Frank Otto. „Wir suchen händeringend Köch*innen, und unsere AZUBIs sind unsere Fachkräfte von morgen.“ Trotzdem ist der Küchenmeister überzeugt, dass seine Schützlinge nach der Lehrzeit erst einmal „raus müssen“, um andere Arbeitsweisen kennenzulernen. „Schön ist, wenn Auszubildende danach zurückkommen.“ Was Frank Otto in seinen Dienstjahren mehr als einmal passiert ist. 

Ein Nachwuchsproblem sehen alle drei Ausbildungsverantwortlichen. Eine Erklärung hat Holger Lang: „Früher sind Zivis gekommen – und einige davon sind immer geblieben. Das FSJ und der Bundesfreiwilligendienst fangen das nicht auf.“ Der Praxisanleiter kann nachempfinden, dass für einen jungen Mensch die Arbeit in der Altenpflege nicht die naheliegendste Karriereoption ist. Weshalb man sie näherbringen müsse – zum Beispiel, indem man als AWO Seniorendienste Niederrhein in die Schulen gehe. Dabei habe man auch die Chance, sich als Arbeitgeberin zu präsentieren. Und die sei besonders – findet nicht nur Petra Meyer. „Die AWO ist eine zweite Familie. Das bekommen unsere Auszubildenden mit. Und das sollten wir auch dem Nachwuchs vermitteln.“